Bauernhaus Straub

87527

Sonthofen, Deutschland

Architekt

Michael Felkner
Niedersonthofener Straße 8, 87448 Waltenhofen-Oberdorf

Ansprechpartner

Katrin Hippeli, Simon Fiedler
Hochschule Coburg
Simon.Fiedler@stud.hs-coburg
Julia Greulich
Authentisch, energieeffizient und ökologisch: die Familie Straub hatte gezielt nach einem alten Hof gesucht, gemeinsam mit dem Architekten ist es gelungen, ein behagliches Heim zu schaffen. Großteils wurde die traditionelle Nutzung beibehalten, mancherorts für die heutigen Anforderungen neu interpretiert. Die historische Bausubstanz aus dem 18. Jahrhundert war in gutem Zustand und wurde erhalten sowie mit modernen Materialien in Szene gesetzt. Dies gelingt auch unter der Prämisse der Nachhaltigkeit, durch die Dämmung mit Zellulosefasern sowie einen Pelletskessel und Solarmodule für Heizung und Warmwasser.
Energieeffizienz
47,3 kWh/m2.y

Klimazone transition region between marine and continental climate

Höhe über dem Meer 890 m ü.d.M.

Heizgradtage 4398

Kühlgradtage 0

Unterschutzstellung nicht geschützt

Ensembleschutz:
Nein

Stufe der Unterschutzstellung:

Baualter 1700-1800

Letzte Sanierung:
2018

Vorhergehende Sanierungen:
0

Gebäudenutzung Residential (rural)

zusätzliche Nutzung:
NA

Gebäudebelegung:
Permanently occupied

Anzahl der Bewohner/Nutzer:
10

Gebäudefläche Nettogeschossfläche [m²]: 568,1

Gebäudetyp:
Detached house

Anzahl der Stockwerke:
2

Keller ja/nein:
Ja

Anzahl der beheizten Stockwerke:
2

Bruttogeschossfläche [m²]:
664,91

Thermische Gebäudehülle [m²]:
831,1

Volumen [m³]:
1404,6

NGF Berechnungsmethode:
NGF (de)

Bauart
Solid timber wall

Außen:
Exposed woodwork

Innen:
Exposed woodwork

Dach:
Pitched roof

+ MEHR - WENIGER
Julia Greulich
Julia Greulich
Julia Greulich
Julia Greulich
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Michael Felkner
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Michael Felkner
Michael Felkner
Michael Felkner
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Julia Greulich
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Michael Felkner
Michael Felkner
Michael Felkner
Michael Felkner
Michael Felkner
Michael Felkner

RENOVIERUNGS-PROZESS

Architektur

BESCHREIBUNG

Der Dachkonstruktion nach zu schließen, dürfte das Gebäude im 18. Jahrhundert entstanden sein. Der Hausstock mit Küche, Stube und Gaden ist gestrickt (in Blockbauweise errichtete) und steht auf einem in den Hang hineingebauten Kellergeschoss mit den für Webkeller typischen breiten und wenig hohen Fenstern. An der östlichen Giebelseite schließt die Tenne an, ein Riegelwerk mit Bretterschalung, und über beiden Gebäudeteile legt sich das alles vereinenden flach geneigten Satteldach, ein sogenanntes Allgäuer Flachdach. Die Blockwände waren innen teils verputzt, teils mit Wandtäfer versehen. Das Giebeldreieck, der Längsschopf und die Tenne waren immer schon senkrecht mit Brettern verschalt. Der Außenputz des Hausstocks aus grobem Spitzputz stammt wohl aus späteren Zeiten, es kann sein, dass der Hausstock ursprünglich wie für die Region typisch offen sichtbar oder verschindelt war.
Städtebaulicher Kontext
Das Bauernhaus steht in der kleinen Ortschaft Imberg, die aus wenigen Häusern haufendorfartig angelegt ist. An der Traufseite des Hauses führt im Norden die Erschließungsstraße vorbei, nach Südosten ist der Blick frei auf den ansteigenden Berghang.

DENKMALWERT

ERHALTENSWERTE ELEMENTE
Einige Fenster, wie etwa zwischen Küche und Loggia im Obergeschoss, wurden von außen sichtbar erhalten und von innen mit einem modernen Fenster ergänzt. Die Haustür im Erdgeschoss, jetzt im Kellergeschoss verwendet, sowie die Wand- und Deckentäfer in der oberen Stube sind ebenfalls als erhaltenswert eingestuft worden.
Denkmalwert und wie er bestimmt wurde
Das Gebäude nicht denkmalgeschützt, wurde aber aufgrund der handwerklich ansprechender Konstruktion sowie zahlreicher gut erhaltener und für die Region typische Elemente sowohl vom Eigentümer als auch vom Fördergeber KfW als erhaltenswert eingestuft.

Erhaltungszustand

Erhaltungszustand der Gebäudehülle
Die Blockwände, die tragende Holzkonstruktion der Scheune sowie der Dachstuhl waren gut erhalten. Die östliche Wand des Hausstocks war jedoch aufgrund nicht fachgerechter Einbauten im Obergeschoss ausgebeult. Die Brüstungshölzer an der Westfassade waren angefault. Auch der Zustand des Kellergeschosses zeigte Handlungsbedarf, da die südliche Kellerwand einsturzgefährdet und die Bruchsteinfundamente nicht ausreichend tragfähig waren. Zudem waren die Blockwände im Untergeschoss durch direkten Kontakt mit dem Erdreich angefault.
Haustechnische Anlagen vor Sanierung
Es existierte ein Kachelofen in der Küche im Erdgeschoss und einer in der Stube im Erdgeschoss. Abgesehen hiervon gab es keine Heizquelle und auch keine Warmwasserbereitung. Zudem gab es keine Sanitäreinrichtung, nur eine Waschmöglichkeit in der Waschküche und ein Plumpsklo.

Ziel der Sanierung

Renovation
Das Gebäude sollte behaglich bewohnbar sein, und nach einer die historischen Werte bewahrenden Sanierung aktuelle energetische sowie altersgerechte Ansprüche erfüllen – für die Bauherrenfamilie und zwei Einliegerwohnungen. Der Blockbau war in seiner Substanz klar renovierungsfähig, und auch die Scheune war zu gut erhalten um sie einfach abzureißen – die schönen Blockbauwände und handwerklich gestaltete Dachkonstruktion weckten vielmehr die Lust, ein interessantes Spannungsfeld aus Tradition und Moderne zu gestalten. Entwurf und Sanierungskonzept gehen deshalb stark auf die bestehenden Strukturen ein: Der Blockbau wird innen als atmospharisches Element in Szene gesetzt und dazu außen gedämmt und verschindelt. Im Bereich der ehemaligen Scheune bleibt die Konstruktion erhalten und von innen sichtbar indem vorgefertigte Holzrahmenbauwände davorgestellt werden – die senkrechte Lattung erhält den Charakter, neue große Fenster bringen Licht in die Räume. Der freigelegte Dachstuhl bietet den Bauherren in ihrer neuen Wohnung ein besonderes Raumerlebnis, das noch unterstrichen wird durch Räume die als Boxen drin stehen. Der Längsschopf auf der Südseite wird zum halboffenen Raum, im Sommer Veranda, und dank Klapp und Schiebefenstern fast das ganze Jahr nutzbar.
Gab es eine Änderung der Nutzung?
In der ehemaligen angrenzenden Scheune wird jetzt ebenfalls gewohnt.
Gewonnen Erkenntnisse / besondere Erfahrungen
Besondere oder überraschende Erkenntnisse in der Planungs- und Bauphase waren z.B. die Entdeckung einer historischen Decke, die Freilegung von alten Bauteilen, Inschriften, oder Ähnlichem.
Beteiligte Akteure
Architekt
Michael Felkner
Niedersonthofener Straße 8, 87448 Waltenhofen-Oberdorf
Eingesetzte Software/Berechnungstools
Folgte die Sanierung einer spezifischen Methode? Nein

SANIERUNGS-LÖSUNGEN

Außenwände

Blockwand, außen gedämmt

Blockwand, innen gedämmt; zwischen Veranda und Wohnung

Scheunenwand

Blockwand, außen gedämmt

Der Blockbau des Hausstocks wird auf der Außenseite wärmegedämmt: insgesamt 24 cm Zellulosedämmung werden zwischen die aufgelatteten Konstruktionshölzer eingeblasen. Den Abschluss bildet eine 6 cm starke lateximpregnierte Holzfaserplatte, die auch verputzt hätte werden können im konkreten Fall aber verschindelt wurde.

Die Materialwahl des Innenputzes (Lehmputz), der Dämmung (Cellulosedämmung und Holzfaserplatten) und der Fassade (Holzschindeln) ist sehr nachhaltig, passt sich dem Bestand an und garantiert eine verlängerte Lebensdauer der vorhandenen Wand.

U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K]: 0,13 W/m²K
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Aufbau Bestandswand
Render - Partly rendered:
15 mm
Wood - Wall of log-construction, spruce:
140 mm
Render - Render:
20 mm
Aufbau sanierte Wand
Render - Clayrender:
30mm
Wood - Wall of log-construction, spruce:
140 mm
Insulation - Cellulose-Insulation/Timber-frame:
240 mm
Insulation - Grain, insulating wall panel:
60 mm
Blockwand, innen gedämmt; zwischen Veranda und Wohnung

Die Blockwand zur Veranda wird mit 20 cm Holzfaserplatte innen gedämmt und ebenfalls mit Lehmputz abgeschlossen.

Dadurch ist es möglich, die historischen Materialien hin zur Veranda sichtbar zu belassen. Die Positionen der Veranda orientiert sich am vorhandenen Zugang und ersetzen die Waschküche und die Lagerräume.

U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K]: 0,16 W/m²K
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Aufbau Bestandswand
Render - Partly rendered:
15 mm
Wood - Wall of log-construction, spruce:
160 mm
Aufbau sanierte Wand
Render - Clayrender:
30mm
Insulation - Grain insulation:
200 mm
Wood - Wall of log-construction, spruce:
160 mm
Scheunenwand

Zusätzliche Holzständerwand vor den bestehenden Stützen mit 28 cm Zellulosedömmung und je 6 cm Holzfaserdämmplatten an beiden Seiten. Die innere Holzfaseplatte dient auch als Installationsschicht, die anschließende OSB-Platte als Dampfbremse. Zum Innenraum ist die neue Konstruktion zum Großteil verputz, außen wieder mit senkrechter Holzschalung versehen.

Das historische Riegelwerk sowie der besondere Dachstuhl bleiben von innen komplett sichtbar und erlebbar. Auch diese Bauteile bleiben durch die vorgestellte Holzständerwand vor Kälte und Witterung geschützt.

U-Wert (vor Sanierung) [W/m2K]: 0,0 W/m²K U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K]: 0,11 W/m²K
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Aufbau Bestandswand
Wood - bearing timber construction:
200 mm
Wood - timber cladding:
20 mm
Aufbau sanierte Wand
Render - Clayrender:
30mm
Insulation - Layer of installation: Grain insulation and timber battens:
60 mm
Wood panelling - Oriented strand board:
15 mm
Insulation - Cellulose-Insulation/Timber-frame:
280 mm
Insulation - Grain, insulating wall panel:
60 mm


Fenster

Fenster in der Scheune

Fenster im Hausstock, EG Kastenfenster Nordseite

Fenster im Hausstock

Erhaltene originale Fenster

Fenster in der Scheune

Neues Fenster mit Dreifachverglasung

Vorher hier kein Fenster vorhanden

Bestandsfenster U-Wert Glas [W/m2K]: 0,0 Neues Fenster U-Wert Glas [W/m2K]: 0,5 Bestandsfenster U-Wert Rahmen [W/m2K]: 0,0 Neues Fenster U-Wert Rahmen [W/m2K]: 1,15
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Fenstertyp Bestand Vorher hier kein Fenster vorhanden
Verglasungsart Bestand Vorher hier kein Fenster vorhanden
Verschattung Bestand NA
Neuer Fenstertyp Sliding window
Verglasungsart des neuen Fensters Triple
Verschattung des neuen Fensters NA
Neuer Energiedurchlassgrad g [-] 0,53
Fenster im Hausstock, EG Kastenfenster Nordseite

Neues Fenster mit Dreifachverglasung

Die Kastenfenster wurden durch zweiflüglige Fenster mit Holzrahmen und Sprossung ersetzt. Deren Gestaltung ist an der ehemaligen Fensterteilung der Kastenfenster orientiert.

Bestandsfenster U-Wert Glas [W/m2K]: 2,73 Neues Fenster U-Wert Glas [W/m2K]: 0,5 Bestandsfenster U-Wert Rahmen [W/m2K]: 0,79 Neues Fenster U-Wert Rahmen [W/m2K]: 1,15
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Fenstertyp Bestand Box-type window
Verglasungsart Bestand Single
Verschattung Bestand Outer shutter
Ungefähres Einbaujahr 1940
Neuer Fenstertyp Double window
Verglasungsart des neuen Fensters Triple
Verschattung des neuen Fensters Outer shutter
Neuer Energiedurchlassgrad g [-] 0,53
Fenster im Hausstock

Neue Fenster mit Dreifachverglasung

Generell sind die historischen Fenster je nach Ausrichtung mit unterschiedlicher Teilung versehen. Dabei lehnt sich die Gestaltung aller neuen Fenster im Hausstock an der der Nordseite an. Die Fenster wurden durch zweiflüglige Fenster mit Holzrahmen und Sprossung ersetzt.

Bestandsfenster U-Wert Glas [W/m2K]: 5,67 Neues Fenster U-Wert Glas [W/m2K]: 0,5 Bestandsfenster U-Wert Rahmen [W/m2K]: 1,58 Neues Fenster U-Wert Rahmen [W/m2K]: 1,15
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Fenstertyp Bestand Double window
Verglasungsart Bestand Single
Verschattung Bestand Outer shutter
Ungefähres Einbaujahr 1900
Neuer Fenstertyp Double window
Verglasungsart des neuen Fensters Triple
Verschattung des neuen Fensters Outer shutter
Neuer Energiedurchlassgrad g [-] 0,53
Erhaltene originale Fenster

In einigen Bereichen wurden die originalen Fenster erhalten: In der Loggia zum Beispiel wo eine Verbesserung der thermischen Eigenschaften nicht nötig war.

Auch im Giebel an der Westwand wurden die originalen Fenster repariert und erhalten und um eine zusätzliche Fensterebene innen ergänzt

Bestandsfenster U-Wert Glas [W/m2K]: 5,7 Bestandsfenster U-Wert Rahmen [W/m2K]: 2,1
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Fenstertyp Bestand Sash window
Verglasungsart Bestand Single
Verschattung Bestand NA
Neuer Fenstertyp

Weitere Maßnahmen

DACH

ERDGESCHOSS

SONSTIGES

MASSNAHMEN UM DIE LUFTDICHTIGKEIT ZU VERBESSERN

DACH

Der bestehende Dachstuhl wurde belassen und neue Sparren sowie eine Aufsparrendämmung aufgebracht.

Die Dachform des Allgäuer Flachdachs wurde erhalten, ebenso wie die Konstruktion des alten Dachstuhls. Dieser wurde für den Wohnraum darunter durch den Abbruch der Zwischendecke erlebbar gemacht. Die Sparren wurden größtenteils ausgetauscht und sind aufgrund der Aufsparrendämmung ebenfalls von innen sichtbar.

U-Wert (vor Sanierung) [W/m2K] 3,5 U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K] 0,14
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Aufbau Bestandsdach
Tiles - Rooftiles:
20 mm
Other - Battens:
30 mm
Other - Rafters:
140 mm
Aufbau saniertes Dach
Metal sheets - Metal sheet:
2 mm
Other - Grain, insulating roof panel:
60 mm
Other - Cellulose insulation/timber battens:
280 mm
Other - Spruce cladding:
15 mm
ERDGESCHOSS

Um die geringe Raumhöhe in den bestehenden Räumen im Kellergeschoss und im Erdgeschoss zu erhöhen, wurde der Kellerboden sowie die Kellerdecke abgesenkt. Letztere stellt die thermische Hülle von den darüberliegenden Wohngeschossen dar und wurde deshalb ausgedämmt.

Durch diesen massiven Eingriff und die Aufgabe der Originalsubstanz wurde das Erdgeschoss erst den heutigen Anforderungen gerecht. Deshalb ist diese Maßnahme vertretbar.

U-Wert (vor Sanierung) [W/m2K] 1,2 U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K] 0,18
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Aufbau Boden/Kellerdecke im Bestand
Floor joists - Wooden ceiling joists:
180 mm
Other - Wooden planks:
40 mm
Aufbau Boden/Kellerdecke nach Sanierung
Other - Spruce:
24 mm
Insulation - Cellulose insulation / Ceiling joist:
200 mm
Other - Oriented strand board:
20 mm
Insulation - Floor impact protection:
30 mm
Other - Spruce:
20 mm
SONSTIGES

Der Längsschopf an der Südseite wurde zu Loggias umgestaltet, welche nun der Erschließung dienen und einen überdachten Außenraum mit viel Aufenthaltsqualität bieten.

Die heute nicht mehr notwendige landwirtschaftliche Nutzung im Längsschopf wurde durch die Erschließung und Aufenthaltsmöglichkeit in den Loggias ersetzt. Dadurch entsteht ein Mehrwert für diesen Bereich und die Erschließungsstruktur mit dem Haupteingang an der Südseite bleibt erhalten.

MASSNAHMEN UM DIE LUFTDICHTIGKEIT ZU VERBESSERN

Blower Door Test wurde (noch) keiner gemacht, aber in der Planungsphase ein Luftdichtigkeitskonzept, das auch sauber durchgezogen wurde - nicht zuletzt durch stete Präsenz des Architekten vor allem in der Endphase des Innenaufbaus. Da nicht alle Bereich verputz sind, folgt die luftdichte Ebene nicht wie sonst oft üblich dem Inneputz, sondern im Wesentlichen den Dampfbremsen - im Dach und in den meisten Außenwände- die jeweils gut aneinander angeschlossen wurden. Problempunkt blieb der Übergang vom außen gedämmten Bereich der Blockwand zum innen gedämmten (zur Veranda hin).

HVAC

HEIZUNG

BRAUCHWARMWASSER

HEIZUNG

Die vorhandenen beiden Öfen im Erdgeschoss finden im Obergeschoss ihren neuen Platz, sind aber nicht mehr die Hauptwärmequelle. Dies übernimmt nun der Pelletheizkessel mit Unterstützung durch Solarmodule. Auch die vorher nicht existente Warmwasserbereitung wird nun hierüber abgedeckt.

Dass die historischen Öfen erhalten wurden und weiter genutzt werden, verleiht dem gesamten Gebäude Authentizität. Durch die Nutzung von Biomoasse schneidet das Gebäude auch primarenergetische sehr gut ab: Vom Heizwärmebedarf für die Raumwärme von 13'350 kWh (siehe Bilanz als Grafik und Tabelle), der incl. Verluste und Hilfsenergie in einen Endenergiebedarf von 15'464 kWh resultiert, bleiben nur 4'200 kWh Primärenergiebedarf - das entspricht 7.4 kWh/m².

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Heizungssystem nach Sanierung zusätzliches Heizungssystem nach Sanierung
Art der Heizung Stove NA
Brennstoff Biomass Solar energy
Wärmeverteilung Radiating wall Radiating wall
Nennleistung 18,0 kW kW
BRAUCHWARMWASSER

Die Warmwassererzeugung übernimmt im Sommer die Solaranlage, im Winter unterstützt der Pelletskessel. In einem sanierten Gebäude wie diesem, macht die Trinkwassererwärmung gut ein Drittel des Endenergiebedarfs aus.

Da das Dach sehr flach geneigt sind, sind die Solarmodule von unten kaum sichtbar.

Mehr Details
Brauchwarmwasserbereitung nach Sanierung
Typ with heating system
Brauchwasserspeicher Ja
Wärmerückgewinnung aus Brauchwasser Nein

ERNEUERBARE ENERGIE

Solarthermie

Photovoltaik

Solarthermie

Im Zuge der Sanierung wurde eine Solaranlage auf dem Dach installiert, die die Warmwasserbereitung unterstützt.

Da das Dach sehr flach geneigt sind, sind die Solarmodule von unten kaum sichtbar, wodurch das Erscheinungsbild nicht beeinträchtigt wird. Außerdem senkt die Solaranlage den Primärenergiebedarf, wodurch das Gebäude nachhaltiger genutzt werden kann.

Mehr Details
SolarThermal System
Type Flat collector
Collector area 12,0 m²
Elevation angle 15,0
Azimuth 0,0
Overall yearly production 3106,09 kWh
Heating_contribuition 0,0 kWh
DHW contribuition 3106,09 kWh
Cooling contribuition 0,0 kWh
Photovoltaik

Im Zuge der Sanierung wurde eine PV-Anlage auf dem Dach installiert, welche Strom produziert.

Wie die Solarmodule sind die PV-Module von unten kaum sichtbar, wodurch das Erscheinungsbild nicht beeinträchtigt wird. Außerdem senkt die Solaranlage den Primärenergiebedarf, wodurch das Gebäude nachhaltiger genutzt werden kann.

Mehr Details
Photovoltaic System
Type NA
Collector area
Elevation angle 15,0
Heating contribuition 0,0 kW
DHW contribuition 0,0 kW
Cooling contribuition 0,0 kW

Energieeffizienz

Energieeffizienz
Energieausweis Das Gebäude hat einen Energieausweis mit einem Primärenergiebedarf von 12,3 kWh/(m²a) vom 30.06.2020. (Endenergiebedarf: 47,3 kWh/(m²a))
Freiwillige Zertifikate KfW-Effizienzhaus 55
Energievrabrauch
Heizung
Berechnungsmethode Steady state simulation (e.g. EPC, PHPP)
Energieverbrauch nach Sanierung 47,3 kWh/m2.y

Primärenergie
Berechnungsmethode Steady state simulation (e.g. EPC, PHPP)
Documents:
200630_GEA.pdf
Energieverbrauch incl Brauchwarmwasser Ja
Energieverbrauch nach Sanierung 12,3 kWh/m2.y

Raumklima

Temperatur

Die angestrebte Temperatur für die Innenräume beträgt 20 ° C.

Indoor Air Quality

Es herrscht eine gute Luftqualität.

Daylight

Die Positionen und Größen der Fenster im bestehenden Hausstock wurden so übernommen, wodurch der Lichteinfall in die Räume der vorherigen Situation ähnelt. In der ausgebauten Scheune hingegen wurden zeitgemäße, großflächigere, bodentiefe Fenster verbaut, was die Räume hell und freundlich macht.

akustischer Komfort

Der akustische Komfort ist angenehm.

Erhaltung von Ausstellungsstücken

NA

Kosten

Finanzielle Aspekte

Die Kostenaufstellung von 930'000,-€ schließt sowohl die energetische Sanierung (mit 530'000,-€) als auch die Anpassung an altersgerechtes Wohnen (mit 400'000,-€) ein und zwar incl. Mehrwertsteuer von 19%. Folgenden Förderungen konnten genutzt werden: 1.) Förderung aus KfW-Programm Energieeffizient sanieren: 3x120'000,- zu 0,75% Zins, 10 Jahre Festzins und 144'000,- Tilgungsszuschuss (dank Erreichen von KfW Effizienhaus 55. 2.) Förderung aus KfW-Programm Altersgerecht Umbauen: 3x50'000,- zu 0,75% Zins, 10 Jahre Festzins 3.) Bafa-Förderung Heizung: ca. 20'000,-€ Investitionszuschuss 4.) KfW-Programm Baubegleitung 4'000,- € Förderung 5.) Landkreis Programm Baubegleitung 4'000,-€ Förderung. Neben dem günstigen Zinssatz kamen also ca. 172'000,-€ vom Staat.

Investitionskosten
Total investment costs
1640,- € (per m2)
Amount includes: Die Kostenaufstellung von 930'000,-€ schließt sowohl die energetische Sanierung (mit 530'000,-€) als auch die Anpassung an altersgerechtes Wohnen (mit 400'000,-€) ein und zwar incl. Mehrwertsteuer von 19%.

Cost of energy related interventions:
930,-€ (per m2)
Amount includes: Dieser Wert enthält nicht nur die Zusatzkosten für die energetische Sanierung, sondern die gesamten Investitionen in im Zusammenhang mit der energetiscen Sanierung stehen, also auch alle eh notwenidgen Reparaturen und Instandsetzungsmaßnehmen.
Betriebskosten
Lifecycle cost
Nein

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