Kelchalm - Bochumer Hütte

Kelchalmweg 1

6371

Aurach bei Kitzbühel, Österreich

Architekt

DI Christina Krimbacher
Mentlgasse 10/29 | A-6020 Innsbruck
info@christina-krimbacher.at
Tel. u. Fax 05 12 / 57 32 55

Besitzer

German Alpine Club, Bochum Section
alpenverein.de

Bewohner

Hut-landlords Gerhard Pirker, Ilona Hultsch hired by German Alpine Club, Bochum Section
Kelchalmweg 1, A - 6371 Aurach
info@kelchalm.at
+43 5356 202 99

Ansprechpartner

Pavel Sevela
University of Innsbruck - Unit for Energy Efficient Buildings
pavel.sevela@uibk.ac.at

Other Information

Visits
https://bochumer-huette.jimdo.com/ Die Hütte ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten.

Related publications
Mustersanierung der Bochumer Hütte
Kelchalm - Bochumer Hütte, ©DI Christina Krimbacher
Ökologische Muster-Sanierung auf 1.432 Metern Seehöhe in Aurach bei Kitzbühel.
Energieeffizienz
38 kWh/m2.y

Klimazone Dfb

Höhe über dem Meer 1432 m ü.d.M.

Heizgradtage 2375

Kühlgradtage 0

Unterschutzstellung nicht geschützt

Ensembleschutz:
Nein

Stufe der Unterschutzstellung:

Baualter 1800-1849

Letzte Sanierung:
2013

Vorhergehende Sanierungen:
1831

Gebäudenutzung Hotel/Restaurant

Gebäudebelegung:
Discontinuous occupancy (i.e. holiday home)

Anzahl der Bewohner/Nutzer:
70

Gebäudefläche Nettogeschossfläche [m²]: 650,0

Gebäudetyp:
freistehendes Gebäude

Anzahl der Stockwerke:
4

Keller ja/nein:
Ja

Anzahl der beheizten Stockwerke:
4

Bruttogeschossfläche [m²]:
812,0

Thermische Gebäudehülle [m²]:
1087,0

Volumen [m³]:
2380,0

NGF Berechnungsmethode:
NGF (de)

Bauart
Die 3 obersten Stockwerke sind Holzblockbau ausgeführt, das Erdgeschoss und die Kellerwände bestehen aus massiven Steinmauern.

Außen:
Rendered

Innen:
Exposed woodwork

Dach:
Pitched roof

+ MEHR - WENIGER
Kelchalm - Bochumer Hütte, ©DI Christina Krimbacher
Kelchalm - Bochumer Hütte, ©DI Christina Krimbacher
Kelchalm - Bochumer Hütte ALT, ©DI Christina Krimbacher
Kelchalm - Bochumer Hütte ALT, ©DI Christina Krimbacher
Süd-Historisch, ©DAV, DI Christina Krimbacher
Süd-Historisch, ©DAV, DI Christina Krimbacher
West, ©DI Christina Krimbacher
West, ©DI Christina Krimbacher
West-Historisch, ©DAV, ©DI Christina Krimbacher
West-Historisch, ©DAV, ©DI Christina Krimbacher
Fenster, ©DI Christina Krimbacher
Fenster, ©DI Christina Krimbacher
Perspektive, ©DI Christina Krimbacher
Perspektive, ©DI Christina Krimbacher
Historisches Bild - westfassade, ©DAV ©DI Christina Krimbacher
Historisches Bild - westfassade, ©DAV ©DI Christina Krimbacher
Südfassade vor der Renovierung ©DI Christina Krimbacher
Südfassade vor der Renovierung ©DI Christina Krimbacher
Südfassade -  Historisches Bild, ©DAV ©DI Christina Krimbacher
Südfassade - Historisches Bild, ©DAV ©DI Christina Krimbacher
https://mapio.net, ©DI Christina Krimbacher
https://mapio.net, ©DI Christina Krimbacher
©DI Christina Krimbacher © DAV Sektion Bochum
©DI Christina Krimbacher © DAV Sektion Bochum
Fassadenschaden, © DI Christina Krimbacher
Fassadenschaden, © DI Christina Krimbacher

RENOVIERUNGS-PROZESS

Architektur

BESCHREIBUNG

Die Bochumer Hütte (alias Kelchalm) ist eines der beliebtesten Naherholungsziele für die Bevölkerung des Bezirks Kitzbühel, für zahlreiche Winter- und Sommersportler aus dem süddeutschen Raum. Die Bochumer Hütte bietet das ganze Jahr über attraktive Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten: Wandern und Mountainbiken im Sommer, Rodeln, Skitourengehen und Schneeschuhtouren im Winter. Mit 60 Betten und 60 Plätzen im Gastraum können auch größere Gruppen für Seminare, Feste etc. betreut werden. Die Hütte ist auch eines der seltenen historischen Gebäude aus der Zeit des Kitzbüheler Kupferbergbaues. In dieser Zeit diente das Gebäude als Unterkunft für die Knappen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Kupferabbau in diesem Gebiet schon um 3.000 vor Christus. Der größte Teil der Hütte, die den Knappen als Unterkunft im anscheinend reichhaltigsten Stollen des Bezirkes gedient hat, ist ungefähr 200 Jahre alt. Ein kleinerer Teil ist wesentlich älter, wahrscheinlich bis zu 500 Jahre alt. 1842 wurde das Gebäude zum heutigen Bestand umgebaut.
Städtebaulicher Kontext
Das Gebäude befindet sich in den Kitzbühler Alpen, mitten in der Natur, umgeben von Wäldern.

DENKMALWERT

ERHALTENSWERTE ELEMENTE
Das Erdgeschoss besteht aus meterdickem Natursteinmauerwerk, die drei Obergeschosse sind im ortsüblichen Holzblockbau errichtet. Ungewöhnlich für das Tiroler Unterland ist die Dachform, welches als Walmdach ausgeführt wurde. Diese Dachform ist in Tirol eher untypisch ist. Sehr schöne Gewölbe zieren die kleine Gaststube und die Bäder im Erdgeschoss.
Denkmalwert und wie er bestimmt wurde
Die Hütte ist eines der seltenen historischen Gebäude aus der Zeit des Kitzbüheler Kupferbergbaues. In dieser Zeit diente das Gebäude als Unterkunft für Knappen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Kupferabbau in diesem Gebiet schon um 3.000 vor Christus. Der größte Teil der Hütte die den Knappen als Unterkunft, im anscheinend reichhaltigsten Stollen des Bezirkes gedient hat, ist ungefähr 200 Jahre alt. Ein kleinerer Teil ist wesentlich älter, wahrscheinlich bis zu 500 Jahre alt. 1842 wurde der jetzige Zustand hergestellt.

Erhaltungszustand

Erhaltungszustand der Gebäudehülle
Die letzte Sanierung des Gebäudes fand in den 1960er Jahren statt. Damals wurde ostseitig ein kleiner Zubau mit WC´s und Waschräumen angebaut und die Fassade erneuert. Leider wurden damals, aus bauphysikalischer Sicht, Fehler bei den Aufbauten gemacht, die bereits zu Schäden am Gebäude geführt haben. Diese Fassadenteile mußten erneuert werden.

Ziel der Sanierung

Renovation
Ein wichtiges Thema der Sanierung war die Energieeinsparung und die damit verbundene Komfortsteigerung. In den letzten Jahren war es zum Beispiel im Winter nicht möglich, mit Kindern im Bettenlager unter dem ungedämmten Dach zu schlafen, die Temperaturen sanken so stark, dass das Wasser in den Zimmern gefrieren konnte. Die geplanten Renovierungsmaßnahmen waren: Zuleitung Netzstrom, Errichtung einer biologischen Kleinkläranlage, Sanierung der Küche, Verbesserung der Brandschutzanlage und eine umfassende thermische Sanierung der Fassade, des Daches und der Fenster. Um das alles zu realisieren muss nach den Richtlinien des DAV auch viel Eigenleistung eingebracht werden: hier sind besonders die Damen der Sektion Bochum allen voran Fr. Gisela Schöngraf besonders zu erwähnen, die mit ihrem Engagement sehr viel möglich gemacht haben!!
Gab es eine Änderung der Nutzung?
Nach der Renovierung wird die Hütte das ganze Jahr lang genutzt.
Gewonnen Erkenntnisse / besondere Erfahrungen
Wie die Architektin DI Christina Krimbacher sagte, war die ökologische Renovierung nicht komplizierter und umfangreicher als eine Renovierung mit "konventionellen" Matrialien wie EPS-Dämmung. Das Bauen so hoch oben auf dem Berg ist aufgrund des kurzen Sommers, des unerwarteten Wetters und der begrenzten und teuren Transportmöglichkeiten sehr spezifisch.
Beteiligte Akteure
Private
Capatect Baustoffindustrie GmbH
Bahnhofstraße 32; 4320 Perg
info@capatect.at
Tel.+43/7262/560-0
Architekt
DI Christina Krimbacher
Mentlgasse 10/29 | A-6020 Innsbruck
info@christina-krimbacher.at
Tel.Tel. u. Fax 05 12 / 57 32 55
Andere
Isocell GmbH
Gewerbestraße 9, 5202 Neumarkt am Wallersee
office@isocell.at
Tel.+43 (0)6216 / 41 082 5
Andere
Ingenieurbüro Tassenbacher GmbH, umwelt : energie : mikrobiologie
Mühltal 13, 6363 Westendorf
office@tassenbacher.at
Tel.+43 664 34 201 38
Eingesetzte Software/Berechnungstools
Folgte die Sanierung einer spezifischen Methode? Nein
Energiebilanz Energieausweis

SANIERUNGS-LÖSUNGEN

Außenwände

Außenwand Erdgeschoss

Außenwand erster Stock

Außenwand Erdgeschoss

Das Natursteinmauerwerk wurde mit 18 cm starken Hanfdämmplatten gedämmt. Im Erdbereich wurde die einzige "Kunststoffisolierung" Swisspor PSN (Erhalt des Österreichischen Umweltzeichens) verwendet, da sie keine andere Alternative darstellte. Perimeter unter der Erde mit Schaumglasschotter gedämmt.

U-Wert (vor Sanierung) [W/m2K]: 1,56 W/m²K U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K]: 0,2 W/m²K
Mehr Details
Aufbau Bestandswand
Render - Lime plaster:
15 mm
Stone - Natural stone masonry:
1000 mm
Render - Cement plaster:
30 mm
Aufbau sanierte Wand
Render - Texture plaster:
10mm
Insulation - Capatect hemp insulation board:
180 mm
Render - Lime plaster:
15 mm
Stone - Natural stone masonry:
1000 mm
Render - Cement plaster:
30 mm
Außenwand erster Stock

An der Fassade wurden 16 mm starke Holzfaserplatten verwendet, die mit 18 cm Zellulose gefüllt und isoliert wurden. Auf die Holzfaserplatten wurden Holzlatten angebracht und eine unbehandelte heimische Lärchenfassade montiert. In den Innenräumen wurden Gaubenverkleidung, Fensterläden und einige Badezimmer in Fichte natur belassen.

Die Wand wurde von außen renoviert, die Schichten bis zur tragenden Holzbalkenkonstruktion wurden entfernt. Die Kombination aus den verschlossenem Lufthohlräumen und einer Mineralwolldämmung ohne Verwendung einer Dampfbremse lies die aus dem Inneren der Hütte kommende warme feuchte Luft in der Dämmung kondensieren und führte zu lokalen Schäden an der Holzblockwand, welche saniert werden mussten. Der neue diffusionsoffene Aufbau besteht aus einer Eco-natur Dampfbremse auf der Holzblockwand, die das Eindringen von warmer feuchter Luft in die Dämmung verhindert. Somit wird Kondensat in der Dämmung verhindert und die Holzkonstruktion bleibt trocken und geschützt.

U-Wert (vor Sanierung) [W/m2K]: 0,34 W/m²K U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K]: 0,19 W/m²K
Mehr Details
Aufbau Bestandswand
Cladding - Wood panelling:
24 mm
Other - Bituminous cardboard:
2 mm
Air gap - Closed air gap:
70 mm
Insulation - Mineral wool:
40 mm
Wood - Timber log construction:
140 mm
Wood panelling - Wooden panneling:
25 mm
Aufbau sanierte Wand
Cladding - Wooden cladding:
25mm
Air gap - Ventilated air gap:
50 mm
Other - Windbrake AGEPAN DWD:
16 mm
Insulation - Cellulose ISOCELL B-s2-d0 (blown in) + Lathing with wood I-beam:
180 mm
Other - Vapour barrier and airtight layer ÖKO NATUR DSP ISOCELL (Sd:6,45m):
1 mm
Wood - Timber log construction:
140 mm
Wood panelling - Wooden panneling:
24 mm


Fenster

Fenster Außenwand, erster Stock

Fenster Außenwand, erster Stock

Über dem Holzblockbau (obere Geschosse) wurde eine Dampfbremse aufgebracht, die Fensterblindstöcke wurden in die Dämmebene gesetzt und mit der Dampfbremse verklebt. Bei den Fenstern handelt es sich um geölte Lärchenfenster mit einer Dreischeibenverglasung (Ug = 0,60 W/m²K). Die Fenster wurden Innen dampfdicht und außen diffusionsoffen verklebt. Die Fensterfugen wurden händisch mit Zellulosefaserstreifen ausgestopft.

Das Design und die Materialien der Fenster imitieren die Optik Originalfenster. Die Proportionen des Gebäudes und die Einbautiefe der Fenster wurden auch nach der Vergrößerung der Wandtiefe beibehalten, indem die neuen Fenster in die Dämmschicht eingesetzt wurden. Die Lage in der Dämmebene wirk sich zugleich positiv auf die Wärmebrücke des Wandanschlusses aus.

Bestandsfenster U-Wert Glas [W/m2K]: 2,2 Neues Fenster U-Wert Glas [W/m2K]: 0,6 Bestandsfenster U-Wert Rahmen [W/m2K]: 2,2 Neues Fenster U-Wert Rahmen [W/m2K]: 1,02
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Fenstertyp Bestand Box-type window
Verglasungsart Bestand Single
Verschattung Bestand NA
Ungefähres Einbaujahr 1900
Neuer Fenstertyp Coupled window
Verglasungsart des neuen Fensters Triple
Verschattung des neuen Fensters NA
Neuer Energiedurchlassgrad g [-] 0,4

Weitere Maßnahmen

DACH

MASSNAHMEN UM DIE LUFTDICHTIGKEIT ZU VERBESSERN

DACH

Das Dach wurde geöffnet, die Gauben wurden abgerissen und ersetzt. Die Dampfsperre wurde neu auf die Dachschalung aufgebracht und später mit einer Wand-Dampfsperre verklebt. Die neuen Gauben (Holzbalkenkonstruktion mit Zellulose ged.) wurden montiert. Das Dach erhielt eine 24 cm dicke Dämmung aus einschichtigen Holzfaserplatten. Durch die zusätzliche Dämmung konnte ein U-wert von 0,15 W/m²K erreicht werden.

Das neue Dach wurde aus finanziellen Gründen und auch wegen dem praktischen Nutzen des Falzdaches im Erscheinungsbild der 1960er Jahren gebaut.

U-Wert (vor Sanierung) [W/m2K] 1,65 U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K] 0,15
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Aufbau Bestandsdach
Metal sheets - Seam metal roof:
2 mm
Other - Wooden formwork:
25 mm
Other - Roof truss with rafters:
118 mm
Other - Wooden panneling:
25 mm
Aufbau saniertes Dach
Metal sheets - Seam metal roof on wooden formwork (24mm):
25 mm
Other - Ventilation lathing on nail sealing tape:
120 mm
Other - Wood fibre insulation HOLZFLEX HDP Q11-PROTECT single layer + diffusion-open, waterproof subroof membrane Sarnafil® TU 222 :
240 mm
Other - vapour barrier: AMPATEX SB 130, sd-value 40m:
1 mm
Other - Wooden formwork:
30 mm
Other - Roof truss with rafters:
120 mm
Other - Wooden panneling:
25 mm
MASSNAHMEN UM DIE LUFTDICHTIGKEIT ZU VERBESSERN

Blower-Door-Test mit umfassender Leckageerkennung. Fassade und Dach von außen mit Überdruck geprüft. Leider kein Ergebnis, da zu hohe Druckverluste über die Fundamente (nicht sanierbar).

Airtightness (pre-intervention) [ach@50Pa] 8 Airtightness (post-intervention) [ach@50Pa] 3

HVAC

HEIZUNG

LÜFTUNG

BRAUCHWARMWASSER

HEIZUNG

Das primäre Heizsystem der Hütte war bis 2014 ein Biodiesel-Blockheizkraftwerk, das sowohl Wärme als auch Strom produzierte. Da die Hütte heute am Stormnetz angeschlossen ist, wäre es möglich, das Heizsystem neu zu gestalten. Derzeit besteht das Hauptheizsystem aus einem Pelletkessel, der die in Serie geschalteten zwei Tausend-Liter-Pufferspeicher beheizt. Zusätzlich wird die Wärmeerzeugung durch eine Solaranlage unterstützt, die an der Südostfassade der Hütte installiert wurde. Das sekundäre Heizsystem ist der Holzkachelofen in der Stube.

Das ursprüngliche Heizsystem mit einem Holzkachelofen wurde beibehalten, da dieser einen traditioneller Aspekt der Berghütten darstellt, und durch die angenehme Wärmestrahlung zum Flair des Tiroler Berghüttenerlebnisses gehört.

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Heizungssystem nach Sanierung zusätzliches Heizungssystem nach Sanierung
Art der Heizung Stove NA
Brennstoff Biomass Hot water
Wärmeverteilung Radiators
Nennleistung 22 kW kW
LÜFTUNG

Eine Gruppe von zwei in der Wand montierten Lüftungsgeräten (INVENTERIV25) sorgt für die Belüftung der Wäscheräume. Die Lüftungsgerät verfügen über eine Wärmerückgewinnung.

Die Öffnungen für die Zu- und Abluft sind hinter den solarthermischen Kollektoren an der Fassade verborgen, so dass sie nicht sichtbar sind.

Mehr Details
Aufbau Bestandsdach Neues Lüftungssystem
Lüftungstyp Decentralized
Type flow regime Single room ventilation
Wärmerückgewinnung Ja
Feuchterückgewinnung Nein
Nennleistung 0,010 kW
Elektrische Leistung 0,01 kW
Regelung CO2 sensor CS1, humidity sensor Controller / CO2-Sensor CS1, Feuchtesensor Regler
BRAUCHWARMWASSER

Das Warmwasser wird mittels Durchfluss durch einen Wärmetauscher im 1000-Liter-Speichertank erzeugt. Die Energie wird primär von der Solarthermieanlage und zusätzlich von der Pelletsheizung geliefert.

Diese Lösung ist eine nachhaltige Möglichkeit, warmes Wasser zu erzeugen. Über warmes Wasser zum Kochen und Duschen zu verfügen, ist ein relativ neues Bedürfnis der Besucher der Berghütte, daher gibt es nicht viele historische Aspekte zu befolgen.

Mehr Details
Brauchwarmwasserbereitung nach Sanierung
Typ with heating system
Brauchwasserspeicher Ja
Wärmerückgewinnung aus Brauchwasser Nein

ERNEUERBARE ENERGIE

Solarthermie

Biomasse

Solarthermie

Das Solarthermiesystem besteht aus 7 Flachkollektoren mit je 2,3 m2 Fläche, die in der Südostfassade der Hütte montiert sind. Die Wärme wird in einem 1000-Liter-Speicher gespeichert, der primär der Warmwasserbereitung dient und zusätzlich das Heizsystem unterstützt.

Die Solarthermieanlage ist an der Südostfassade der Hütte montiert, die aufgrund der Ausrichtung der Hütte von den Wanderrouten der Touristen und Besucher im Grunde kaum sichtbar ist. Daher ist die Anlage schonend für das historische Erscheinungsbild und wirkt nicht auffällig.

Mehr Details
SolarThermal System
Type Flat collector
Collector area 16,1 m²
Elevation angle 59,0
Azimuth 165,0
Cooling contribuition 0,0 kWh
Biomasse

Das primäre Heizsystem der Hütte war bis 2014 ein Biodiesel-Blockheizkraftwerk, das sowohl Wärme als auch Strom produzierte. Da die Hütte heute am Stromnetz angeschlossen ist, wäre es möglich, das Heizsystem neu zu gestalten. Derzeit besteht das Hauptheizsystem aus einem Pelletkessel, der die in Serie geschalteten zwei Tausend-Liter-Tanks beheizt. Zusätzlich wird die Wärmeerzeugung durch eine Solaranlage unterstützt, die an der Südostfassade der Hütte installiert ist. Das sekundäre Heizsystem ist der Holzkachelofen in der Stube.

Das ursprüngliche Heizsystem mit einem Holzkachelofen wurde beibehalten, da dieser einen traditioneller Aspekt der Berghütten darstellt, und durch die angenehme Wärmestrahlung zum Flair des Tiroler Berghüttenerlebnisses gehört.

Mehr Details
Biomass System
Type Pellet
Storage size 8 m3
Origin of biomass
Overall yearly production 66750,0 kWh

Energieeffizienz

Energieeffizienz
Energieausweis Durch die Sanierung konnte der Heizwärmebedarf um 74% von 145 kWh/m²a vor der Sanierung auf 38 kWh/m²a nach der Sanierung gesenkt werden.
Freiwillige Zertifikate Das Gebäude erfüllte alle Musskriterien und erreichte mehr als 750 Punkte, so dass es mit der Stufe "klimaaktiv Silber" ausgezeichnet wurde. Alle klimaaktiv Kriterienkataloge sind nach einem 1.000-Punkte System aufgebaut, anhand dessen die Planungs- und Ausführungsqualität, die Energie und Versorgung, die Qualität der Baustoffe und der Konstruktionen sowie zentrale Aspekte zu Komfort und Raumluftqualität von neutraler Seite beurteilt und bewertet werden.
Energievrabrauch
Heizung
Primärenergie 157156 kWh/y
Documents:
2015_06_12_EA SANIERUNG_nach OIB2011_MIT PELLETS.pdf
© DI Christina Krimbacher

Energieverbrauch vor Sanierung 145 kWh/m2.y
Energieverbrauch nach Sanierung 38 kWh/m2.y

Primärenergie
Berechnungsmethode Steady state simulation (e.g. EPC, PHPP)
Energieverbrauch incl Brauchwarmwasser Ja
Energieverbrauch nach Sanierung 157156 kWh/y

Raumklima

Indoor Air Quality

Chemische Analyse von Staub durchgeführt! Keine alarmierenden Werte, kein Asbest, aber alle Bausünden der letzten Jahrzehnte wurden gefunden. - Rückstände von PVC-Böden - Holzreiniger - Flammschutzmittel aus EPS - Polstermöbel - Reinigungsmittel

Kosten

Finanzielle Aspekte

Der konkrete Preis ist nicht bekannt.

Betriebskosten
Lifecycle cost
Nein

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