Platzbon

Rutzenberg 41

39042

Brixen, Italien

Architekt

Dr. Ing. Benno Graus
Rienzdamm 14, 39042 Brixen
ing.graus@gmx.net
+39 0472 835374

Besitzer

Fam. Markus Oberrauch
Rutzenberg 41, I-39042 Brixen
info@platzbon.it
39 334 18 40 958

Ansprechpartner

Alexandra Troi
Hochschule Coburg
alexandra.troi@hs-coburg.de

Other Information

Visits
Nutzung als Wohnhaus und Ferienwohnungen - www.platzbon.it

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Platzbon über St. Andrä bei Brixen (©Leonore Schmidt) - www.platzbon.it
Oberhalb von St. Andrä liegt der Bergbauernhof Platzbon, rundum nur Wiesen und Wälder, kein Autolärm, nur der weite Blick über das Eisacktal. In liebevoller Detailarbeit hat die junge Bauernfamilie das alte Hofgebäude saniert, und dabei sowohl auf eine biologische Bauweise Wert gelegt als auch auf das Erhalten der charakteristischen Elemente und des Flairs.
Energieeffizienz
74 kWh/m2.y

Klimazone F

Höhe über dem Meer 1330 m ü.d.M.

Heizgradtage 3214

Kühlgradtage 0

Unterschutzstellung nicht geschützt

Ensembleschutz:
Nein

Stufe der Unterschutzstellung:

Baualter vor 1600

Letzte Sanierung:
2016

Vorhergehende Sanierungen:
1970

Gebäudenutzung Residential (rural)

zusätzliche Nutzung:
Agricultural & Fishery

Gebäudebelegung:
Permanently occupied

Anzahl der Bewohner/Nutzer:
4

Gebäudefläche Nettogeschossfläche [m²]: 369,0

Gebäudetyp:
Tenement (apartments)

Anzahl der Stockwerke:
3

Keller ja/nein:
Ja

Anzahl der beheizten Stockwerke:
3

Bruttogeschossfläche [m²]:
435,0

Thermische Gebäudehülle [m²]:
699,0

Volumen [m³]:
1196,5

NGF Berechnungsmethode:
NGF (de)

Bauart
Stone masonry wall

Außen:
Rendered

Innen:
Exposed woodwork

Dach:
Pitched roof

+ MEHR - WENIGER
Platzbon über St. Andrä bei Brixen (©Leonore Schmidt) - www.platzbon.it
Platzbon über St. Andrä bei Brixen (©Leonore Schmidt) - www.platzbon.it
Nordansicht (©Leonore Schmidt)
Nordansicht (©Leonore Schmidt)
Ostansicht (©Leonore Schmidt)
Ostansicht (©Leonore Schmidt)
Inmitten von Wiesen und Wäldern (©Leonore Schmidt)
Inmitten von Wiesen und Wäldern (©Leonore Schmidt)
Details wurden erhalten  (© Leonore Schmidt)
Details wurden erhalten (© Leonore Schmidt)
Eingangssituation (©Leonore Schmidt)
Eingangssituation (©Leonore Schmidt)
Gäste-WC (©Leonore Schmidt)
Gäste-WC (©Leonore Schmidt)
Labe (©Leonore Schmidt)
Labe (©Leonore Schmidt)
Schlafzimmer (©Leonore Schmidt)
Schlafzimmer (©Leonore Schmidt)
Stube
Stube
Haustür
Haustür
Ansicht West
Ansicht West
Platzbon vor 1927
Platzbon vor 1927
Platzbon 1935
Platzbon 1935
Schnitt
Schnitt
Ansicht Süd
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Ansicht Nord
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Stube (©Leonore Schmidt)
Stube (©Leonore Schmidt)
Haustür vor Sanierung (©Leonore Schmidt)
Haustür vor Sanierung (©Leonore Schmidt)
Ansicht West vor Sanierung (©Leonore Schmidt)
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Platzbon vor 1927 (©Leonore Schmidt)
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Platzbon 1935 (©Leonore Schmidt)
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Schnitt (© Graus)
Schnitt (© Graus)
Ansicht Süd (© Graus)
Ansicht Süd (© Graus)
Ansicht Nord (© Graus)
Ansicht Nord (© Graus)

RENOVIERUNGS-PROZESS

Architektur

BESCHREIBUNG

Der „Platzbon“ wird als Biobauernhof geführt und befindet sich auf der Plose bei Brixen, auf 1330 m Meereshöhe. Der Hof ist einzeln und ruhig gelegen, umgeben von Wiesen und Wäldern, mit Ausblick über Brixen und das Eisacktal. Das schlichte Bauernhaus mit Krüppelwalmdach liegt wunderschön in der Berglandschaft. Nach den Sanierungsarbeiten beherbergt das Gebäude eine Privatwohnung der Bauernfamilie im Erdgeschoss, sowie zwei Ferienwohnungen im Obergeschoss. Der Dachstuhl bietet Platz für Gäste der Familie. Bei der Sanierung wurde darauf Wert gelegt, dass nur natürliche und regionale Materialien zum Einsatz kommen. Die massiven, verputzten Mauern bestehen aus dem regionalen Brixner Quarzphyllit, der im Innenraum teilweise freigelegt ist. Für den Wiederaufbau des Daches in seiner ursprünglichen Form wurde Kiefern- und Fichtenholz verwendet, während die Deckenkonstruktion aus Lärchenholz besteht. Die Wände im Innenraum sind verputzt oder vertäfelt, außerdem kommt der oben genannte regionale Bruchstein, sowohl bei der Wand- als auch der Bodengestaltung zum Einsatz. Die Arbeit mit den natürlichen Materialien war bei der Zusammenarbeit von Architekt und Bauherr wesentlicher Bestandteil. Bei der Umsetzung haben die Bauherren viel in Eigenarbeit geleistet.
Städtebaulicher Kontext
Der Hof ist hauptsächlich von Nadelwald und Berglandschaft umgeben und wird über eine Zufahrt erschlossen. Der nächstgelegene Ort St. Andrä ist zu Fuß 2,5km entfernt. Die nächstgelegene Stadt Brixen ist mit dem Auto in 20 Minuten zu erreichen.

DENKMALWERT

ERHALTENSWERTE ELEMENTE
Die Grundmauern im Erdgeschoss aus Bruchstein wurden fast vollständig bewahrt. Erhaltenswert waren auch die Fenster- und Türstürze, sowie die gotischen Türblätter. Weitere Elemente, die geschützt wurden, sind die Deckenbalken mit Stroh-Kalkfüllung im Küchenbereich, sowie der Steinboden in Küche, Labe und Gäste-WC. Außerdem wurden die Holzverkleidung der Stube und des Schlafzimmers, sowie der historische Stubenofen erhalten und aufbereitet.
Denkmalwert und wie er bestimmt wurde
Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz, dennoch haben die Besitzer bei den Sanierungsarbeiten darauf geachtet, dass der ursprüngliche Charakter des Hofes erhalten wird. Da das Haus nicht denkmalgeschützt ist und damit der Pflicht zur energetischen Sanierung unterliegt, musste unter anderem der alte Putz abgenommen werden, der durch einen Isolierputz ersetzt wurde.

Erhaltungszustand

Erhaltungszustand der Gebäudehülle
Es war den Bauherren ein großes Anliegen, den historischen Hof so gut wie möglich zu erhalten, jedoch existierte im Bestand weder Dämmung, noch eine Heizung. Das Haus hatte auch kein Fundament, damit standen die Bruchsteinmauern auf dem Erdboden. Im Erdgeschoss in der ehemaligen Küche lag der Plattenboden direkt auf der Erde. Unter dem in den 60er Jahren aufgetragenen Betonputz wurde die Unterkonstruktion des Stubenofens, sowie die neue und die alte Durchreiche ersichtlich. Die Decken hatten unterschiedliche Aufbauten. Hauptsächlich waren es Holzbalkendecken die zwischendrin mit Heraklith gefüllt waren, während in der neuen Küche die Zimmerdecke aus Holzbalken und Stroh-Kalkfüllung bestand. Hier wurde auch eine bereits zugemauerte Balkontüre sichtbar und die Bodenkonstruktion aus Holz zwischen Erdgeschoss und Keller. Im Obergeschoss befand sich zur Trennung der Räume eine, in den 1840er Jahren entstandene Holzkonstruktion, die mit weiß-grün gestrichenen, handgehobelten Zirbentafeln gefüllt war. Diese wurden in den 1960er Jahren mit Styropor und Perlinen verkleidet. Die Balkenkonstruktion trug gleichzeitig den Dachfirst. In der Zwischendecke hingegen befanden sich nur Deckenbalken und Bodenbretter. Drei der Außenwände im Obergeschoss wurden in den 1960er Jahren durch Ziegelwände ersetzt und der vorhandene Dachstuhl damit untermauert und aufgehöht.
Haustechnische Anlagen vor Sanierung
Vor der Sanierung befanden sich im Haus nur Kaltwasseranschlüsse in der Küche und in den Bädern. Geheizt wurde mit dem Kachelofen in der Stube

Ziel der Sanierung

Renovation
Das Ziel der Sanierung war, zum einen das Gebäude energetisch aufzuwerten. Mithilfe von Röfix-Dämmputz, der Erneuerung des Daches und dem Austausch der alten einfachverglasten Fenster durch dreifach Isolierglasfenster wurde dieses Ziel erreicht. Ein weiteres Anliegen war, das Gebäude den heutigen Standards anzupassen, indem eine Heizanlage eingebaut wurde. Zum anderen wurde eine Nutzungserweiterung, aufgrund der Einplanung von zwei Ferienwohnungen im Obergeschoss, ermöglicht. Diese können wiederum bei Familienzuwachs mit der Privatwohnung durch einen Treppendurchbruch verbunden werden. Obwohl beinahe jede Generation Hand am Haus angelegt und etwas am „Ursprünglichen“ verändert hat, war den Besitzern wichtig, den Grundcharakter und das Flair des Bauernhauses beizubehalten. Sie wollten keine „Mischung“ aus Tradition und Moderne in dem Sinn, dass das Ganze zum guten Schluss wie ein Neubau aussieht, bzw. mit modernen Elementen unwiderruflich kombiniert wird. Es war ihnen wichtig, die krummen Mauern und schiefen Winkel sichtbar zu belassen. Neue Bauelemente wie der externe Treppenaufgang sollten „im Stil“ bleiben, und sind „sanft“, ohne großen Eingriff, dazu gebaut. Weil dieses Haus vor allem auch den nachfolgenden Generationen erhalten bleiben soll, sollte durch die Renovierung der Raum- und Platzbedarf zukünftiger Bewohner nicht beeinträchtigt werden. Das Haus soll in den Augen der nachfolgenden Generation nicht „verbaut“ sein, sondern durch einfachste Maßnahmen dem sich wandelnden Raumbedarf anpassbar bleiben. Erdgeschoss und Ferienwohnungen können in beliebiger Kombination jederzeit wieder miteinander verbunden werden. Im Vordergrund stand bei allen Sanierungsabschnitten die Erhaltung des Charakters des Hofes unter Verwendung natürlicher, qualitativ hochwertiger und regionaler Materialien.
Gab es eine Änderung der Nutzung?
Vor der Renovierung wurde der Bauernhof ausschließlich für landwirtschaftliche Zwecke und zum Wohnen genutzt. Nun gibt es neben der Privatwohnung im Erdgeschoss zwei zusätzliche Wohneinheiten, die als Ferienwohnungen vermietet werden (www.platzbon.it). Die landwirtschaftliche Nutzung ist nicht verloren gegangen.
Gewonnen Erkenntnisse / besondere Erfahrungen
Da die Bauherren den Großteil der Arbeiten selbst übernommen haben, können sie jetzt von viel Erfahrung im Umgang mit einem historischen Bestandsgebäude profitieren. Wichtig ist vor allem die Planung des Bauablaufes, um Komplikationen zu vermeiden. Beim Bodenabbruch sollte zum Beispiel darauf geachtet werden, dass der Transportweg für die Materialien nicht eingeschränkt wird. Bei der Unterfangung der Kellermauern muss darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Erde abgetragen wird, da sonst die Gefahr des Einsturzes besteht. Dabei sollten die Mauerhälften jeweils immer einzeln ausgegraben, geschalt und betoniert werden. Ebenso gab es witterungsbedingte Schwierigkeiten beim Dachausbau, Grund dafür waren die Bruchsteinmauern im Obergeschoss , da diese nicht nass werden durften. Bei der Renovierung wurde außerdem gezeigt, dass es möglich ist, auch mit sehr viel Eigenarbeit den Bestand qualitativ hochwertig zu renovieren.
Beteiligte Akteure
Private
Fam. Markus Oberrauch
Rutzenberg 41, 39042 Brixen
info@platzbon.it
Tel. 39 334 18 40 958
Architekt
Dr. Ing. Benno Graus
Rienzdamm 14, 39042 Brixen
ing.graus@gmx.net
Tel.+39 0472 835374
Energieberater
Klimahaus Energieberater - Geom. Thomas Graus
Am Hohen Feld 6, 39042 Brixen (BZ)
thomas.graus@gmail.com
Tel.+39 347 7448812
Statiker
Dr. Ing. Benno Graus
Rienzdamm 14, 39042 Brixen
ing.graus@gmx.net
Tel.+39 0472 835374
Eingesetzte Software/Berechnungstools
Folgte die Sanierung einer spezifischen Methode? Nein
Energiebilanz KlimaHaus-Berechnung

SANIERUNGS-LÖSUNGEN

Außenwände

Außenwand Erdgeschoss

Außenwand Obergeschoss

Außenwand Erdgeschoss

Die 70cm dicke, aufbereitete Bestandswand aus Bruchsteinen wurde mit einer 12cm starken Dämmputzschicht auf Kalkbasis versehen. Für den Außenputz wurde Röfix CalceClima Thermo (mit einem Lambda-Wert von 0.067 W/mK) und CalceClima Fino verwendet. Beim Innenputz entschied man sich für Röfix CalceClima Ambiente und Röfix Kalkglätte. Mit diesen Baumaßnahmen wurde Klimahausstandard B erreicht.

Die Bestandswände im Erdgeschoss wurden nur außen gedämmt, da sie zum einen erhaltenswert waren und zum anderen Teilflächen im Inneren sichtbar sein sollten. Deutlich wird das an den freigelegten Fensterstürzen.

U-Wert (vor Sanierung) [W/m2K]: 2,22 W/m²K U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K]: 0,44 W/m²K
Mehr Details
Aufbau Bestandswand
Plaster - Kalkgipsputz:
20 mm
Stone - Quarzphyllit:
700 mm
Plaster - Kalkgipsputz:
20 mm
Aufbau sanierte Wand
Plaster - Röfix CalceClima Ambiente und Röfix Kalkglätte:
20mm
Stone - Quarzphyllit:
700 mm
Insulation - Röfix CalceClima Thermo :
120 mm
Plaster - Röfix CalceClima Fino:
20 mm
Außenwand Obergeschoss

Im Obergeschoss fand ein kompletter Abbruch der in den späten 1960er Jahren renovierten Mauern statt. Nur die bergseitige Bruchsteinmauer blieb erhalten. Die Wände wurden mit einem Dämmziegel (Unipor W08 Plan - 0.08 W/mK) wieder aufgebaut und damit im Vergleich zum Bestand deutlich verbessert.

Dies war möglich, da die Mauern aus den 1960er Jahren als nicht erhaltenswert eingestuft wurden.

U-Wert (vor Sanierung) [W/m2K]: 1,25 W/m²K U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K]: 0,18 W/m²K
Mehr Details
Aufbau Bestandswand
Render - Kalkgipsputz:
20 mm
Brick - Lochziegel:
365 mm
Render - Kalkputz:
50 mm
Aufbau sanierte Wand
Render - Röfix CalceClima Ambiente und Röfix Kalkglätte:
20mm
Brick - Unipor W08 Plan Ziegel:
425 mm
Render - Röfix CalceClima Fino:
20 mm


Fenster

Dreigeteiltes Sprossenfenster

Dreigeteiltes Sprossenfenster

Im gesamten Gebäude wurden neue dreifach isolierverglaste Holzsprossen-Fenster eingebaut. Der Dämmputz wurde bis zu den Fensterstöcken hingezogen, die Fensterstöcke und Blindstöcke wurden ausgetauscht und luftdicht abgedichtet.

Dem Bestand wurde vor allem durch die Wahl des Materials - Holz - und die traditionelle Teilung Rechnung getragen. Die Fenster wurden komplett ersetzt, lediglich der Sturz ist geblieben.

Bestandsfenster U-Wert Glas [W/m2K]: 5,5 Neues Fenster U-Wert Glas [W/m2K]: 0,7 Bestandsfenster U-Wert Rahmen [W/m2K]: 1,06 Neues Fenster U-Wert Rahmen [W/m2K]: 0,7
Mehr Details
Fenstertyp Bestand Double window
Verglasungsart Bestand Single
Verschattung Bestand Moveable shading
Ungefähres Einbaujahr 1970
Neuer Fenstertyp Double window
Verglasungsart des neuen Fensters Triple
Verschattung des neuen Fensters Moveable shading
Neuer Energiedurchlassgrad g [-] 0,55

Weitere Maßnahmen

DACH

ERDGESCHOSS

SONSTIGES

DACH

Das Gebäude ist ab dem 1. Obergeschoss teilweise abgerissen, erneuert und die Dachkonstruktion so weit angehoben worden, dass ein weiteres bewohnbares Geschoss entstand.

Jedoch wurde jedenfalls die historische Dachform wieder rekonstruiert -auch wenn die Konstruktion aus 1970 selbst nicht erhaltenswert war: das Dach war in den letzten 150 Jahren mindestens 3 mal (1880, 1927 und 1967) erneuert worden, das aber nicht komplett, sondern es wurde immer nur angestückelt und ausgebessert. Der unisolierte Dachstuhl hätte keinesfalls den Ansprüchen einer energetischen Isolierung entsprochen, geschweige denn den Anforderungen der Statik. Durch die Renovierung wurden auch die Zwischendecken isoliert und trittschallisoliert (Mächtigkeit ca. 50 cm), und das Dach infolgedessen etwas aufgehöht, um im Obergeschoss trotzdem noch ausreichend Wohnraum zu schaffen.

U-Wert (vor Sanierung) [W/m2K] 1.22 U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K] 0.17
Mehr Details
Aufbau Bestandsdach
Tiles - dunkelgrauer Dachziegel:
70 mm
Other - Trag- und Konterlattung:
80 mm
Other - Sparren:
240 mm
Other - Holzverkleidung:
20 mm
Aufbau saniertes Dach
Tiles - dunkelgrauer Dachziegel:
70 mm
Other - Trag- und Konterlattung:
80 mm
Other - DWD-Platte:
20 mm
Other - Sparrenaufdopplung mit Dämmung:
240 mm
Other - Holzverkleidung:
20 mm
Other - Sparren:
240 mm
ERDGESCHOSS

Der Bodenbelag wurde abgenommen, teilweise aufbereitet und wieder eingebaut. Über dem Keller wurde die Holzbalkendecke verstärkt, gedämmt und mit einem neuen Bodenaufbau versehen. Der nicht unterkellerte Teil wurde mit einer zusätzlichen Bewehrung und Kiesaufschüttung ersetzt. Im Bereich der Küche und des Bades wurde eine Fußbodenheizung verlegt.

Bei der Renovierung wurden Steinplatten aus Brixner Quarzphyllit wiederentdeckt. Diese wurden in Küche und Labe wieder verwendet.

U-Wert (vor Sanierung) [W/m2K] 6,55 U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K] 0,284
Mehr Details
Aufbau Boden/Kellerdecke im Bestand
Other - Erde:
1000 mm
Solum - Quarzitplatten:
50 mm
Aufbau Boden/Kellerdecke nach Sanierung
Other - Erde:
785 mm
Other - Marmorsplitt und Perlite:
150 mm
Concrete slab - Betonplatte:
100 mm
Finish - Fliesen/ Quarzitplatten:
15 mm
SONSTIGES

Die Stube und die Stubenkammer von 1834 sowie die alten Vertäfelungen des Obergeschosses wurden fachkundig ausgebaut, restauriert und wieder eingebaut.

Da das Gebäude mit Dämmputz energetisch verbessert worden war, gab es hier auch keinen Abstimmungsbedarf Denkmalpflege - Energie

HVAC

HEIZUNG

BRAUCHWARMWASSER

HEIZUNG

Vor der Sanierung erfolgte die Beheizung nur über den Stubenofen und den Herd in der Küche. Eingebaut wurde ein Heizkessel, der mit Hackschnitzel angefeuert wird und die Wärme hauptsächlich über Heizkörper und partiell über Fußbodenheizung abgibt.

Der historische Stubenofen ist weiterhin in Betrieb, neben den modernen Heizungssystemen.

Mehr Details
Heizungssystem nach Sanierung zusätzliches Heizungssystem nach Sanierung
Art der Heizung Heizkessel Stove
Brennstoff Biomass Biomass
Wärmeverteilung Radiators Radiating surface
Nennleistung 30 kW 7 kW
BRAUCHWARMWASSER

Das Brauchwasser wird durch die neue Heizanlage erwärmt.

Damit steht im Gebäude nun nicht mehr nur Kaltwasser zur Verfügung.

Mehr Details
Brauchwarmwasserbereitung nach Sanierung
Typ with heating system
Brauchwasserspeicher Ja
Wärmerückgewinnung aus Brauchwasser Nein

ERNEUERBARE ENERGIE

Photovoltaik

Biomasse

Photovoltaik

Es sind zwei Photovoltaikanlagen zu jeweils 19 kWp auf dem Dach des nahegelegenen Stalls installiert. Eine dient zur Stromgewinnung für das Wohnhaus und die andere Anlage für die landwirtschaftliche Nutzung. Der Austausch mit dem Netz erfolgt bei beiden Anlagen.

Um die historische Gebäudehülle nicht zu stören, wurde die Photovoltaikanlage auf dem Dach des neu gebauten Stalls angebracht.

Mehr Details
Photovoltaic System
Type Polycrystalline
Collector area
Total nominal power 38,0 kW
Biomasse

Das Heizungssystem wird mit Hackschnitzel angefeuert. Es werden pro Jahr 120m³ verbraucht - für Warmwasser und Heizung für das Wohnhaus, aber auch Warmwasser für den Stall (Melkmaschinenreinigung und Viehtränken).

Das Holz aus den anliegenden Wälder kann genutzt und der ökologische Fußabdruck somit gering gehalten werden.

Heizkessel und Hackschnitzelsilo fanden unter der neuen Stadelauffahrt Platz - dazu musste zusätzlich Boden ausgebaggert werden. Der 2000 Liter Pufferspeicher ist im Keller des Wohnhauses untergebracht und über ein Außentreppe erreichbar.

Mehr Details
Biomass System
Type Chips
Storage size
Origin of biomass Holz aus anliegenden Wäldern
Overall yearly production 30,0 kWh

Energieeffizienz

Energieeffizienz
Energieausweis Mit berechneten 47 kWh/m²a für Klima Bozen entspricht das Gabäude nun Klimahaus B
Freiwillige Zertifikate Nein
Energievrabrauch
Heizung
Berechnungsmethode Steady state simulation (e.g. EPC, PHPP)
Documents:
2_KlimaHaus-Ausweis_2.pdf
Klimahaus Zertifikat

Energieverbrauch nach Sanierung 74 kWh/m2.y

Primärenergie
Berechnungsmethode Steady state simulation (e.g. EPC, PHPP)
Energieverbrauch incl Brauchwarmwasser Ja
Energieverbrauch nach Sanierung 39 kWh/m2.y

Raumklima

Temperatur

Die Innenraumtemperatur wird von den Bewohnern als behaglich beschrieben. Die verschiedene Heizsysteme - Fußbodenheizung, Heizkörper und der Stubenofen - können unabhängig voneinander und je nach Wohlbefinden genutzt werden.

Indoor Air Quality

Durch die natürliche Belüftung wird die Luftqualität als angenehm empfunden. Umgekehrt gilt, dass die Bewohner durch regelmäßiges Lüften über die Fenster zum angenehmen Raumklima beitragen müssen.

Daylight

Die Räume sind alle ausreichend belichtet und vermitteln ein wohliges Gefühl.

akustischer Komfort

Die Akkustik wurde deutlich verbessert indem Trittschalldämmung in den Zwischendecken eingebaut wurde und die Fenster nun schallisoliert sind.

Kosten

Finanzielle Aspekte

NA

Betriebskosten
Lifecycle cost
Nein

Umwelt

Treibhausgasemissionen
Methodology_used: Es wurde die vom Klimahaus angewendete Methode genutzt, um die CO2-Emissionen zu ermitteln.
Documents:
2_KlimaHaus-Ausweis_1.pdf
emissions_at_use_stage_after_intervention: 4 per m2
emissions_before_use: NA
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