Rathaus Burgkunstadt

Vogtei 5

96224

Burgkunstadt, Deutschland

Architekt

Architekturbüro Huth
Dr.-Baur-Siedlung 6a, 96224 Burgkunstadt
info@architektbuero-huth.de
09572 / 79 00 83

Besitzer

Stadt Burgkunstadt
Vogtei 5, 96224 Burgkunstadt
rathaus@burgkunstadt.de
09572/388-0

Bewohner

Stadt Burgkunstadt
Vogtei 5, 96224 Burgkunstadt
rathaus@burgkunstadt.de
09572/388-0

Ansprechpartner

Alexandra Troi
Hochschule Coburg
alexandra.troi@hs-coburg.de

Other Information

Visits
Öffnungszeiten: Mo+Mi 08:00-12:00 und 13:00-16:00, Do 08:00-12:00 und 14:00-18:00, Fr 8:00-12:00

Rathaus Burgkunstadt (Quelle:Architekturbüro Huth)
An der Stelle der ehemaligen "Altenburg ob Kunstadt" formt das burgkunstädter Rathaus als eines der schönsten Fachwerkhäuser Frankens seit über 300 Jahren die Stadtsilhouette. 1689/90 errichtete der Meister des barocken Fachwerkbaus Jörg Hoffmann zusammen mit Baumeister Hans Gebelein das beeindruckende Schmuckfachwerk auf dem frühmittelalterlichen Mauerwerksockel. Nach einer mangelhaften Sanierung in den 1970er Jahren konnten im Jahr 2000 erhebliche Schäden am gesamten Gebäude festgestellt werden. Ziel der Gesamtrenovierung war, die historische Wertigkeit des bedeutenden Denkmals zu erhalten, zu betonen und ihn für die Anforderungen der heutigen Zeit zu rüsten. Dabei wurden alle baulichen Maßnahmen in enger Abstimmung mit dem Bauherrn und dem Bayrischen Landesamt für Denkmalpflege umgesetzt.
Energieeffizienz
51,222 kWh/y

Klimazone cfb

Höhe über dem Meer 306 m ü.d.M.

Heizgradtage 2682

Kühlgradtage 464

Unterschutzstellung denkmalgeschützt

Ensembleschutz:
Ja

Stufe der Unterschutzstellung:

Baualter vor 1600

Letzte Sanierung:
2009

Vorhergehende Sanierungen:
1979

Gebäudenutzung Rathaus

zusätzliche Nutzung:
Offices

Gebäudebelegung:
Permanently occupied

Gebäudefläche Nettogeschossfläche [m²]: 797,0

Gebäudetyp:
Detached house

Anzahl der Stockwerke:
6

Keller ja/nein:
Ja

Anzahl der beheizten Stockwerke:
3

Bruttogeschossfläche [m²]:
1006,0

Thermische Gebäudehülle [m²]:
679,0

Volumen [m³]:
1641,0

NGF Berechnungsmethode:
NGF (de)

Bauart
zweischaliges Sandsteinmauerwerk (EG+1.OG), Fachwerkbau (2.OG+ zweigeschossiges Dach)

Außen:
Rendered

Innen:
Plastered (on hard)

Dach:
Satteldach

+ MEHR - WENIGER
Rathaus Burgkunstadt (Quelle:Architekturbüro Huth)
Rathaus Burgkunstadt (Quelle:Architekturbüro Huth)
Ansicht Ost (Quelle: Architekturbüro Huth)
Ansicht Ost (Quelle: Architekturbüro Huth)
Ansicht West (Quelle: Architekturbüro Huth)
Ansicht West (Quelle: Architekturbüro Huth)
Marktplatz Burgkunstadt (Quelle: Architekturbüro Huth)
Marktplatz Burgkunstadt (Quelle: Architekturbüro Huth)
Eingangshalle (Quelle: Architekturbüro Huth)
Eingangshalle (Quelle: Architekturbüro Huth)
Sitzungssaal (Quelle: Architekturbüro Huth)
Sitzungssaal (Quelle: Architekturbüro Huth)
Vorraum Verwaltung (Quelle: Architekturbüro Huth)
Vorraum Verwaltung (Quelle: Architekturbüro Huth)
Dachgeschoss (Quelle: Sophie Mehner)
MEHR SEHEN +
Dachgeschoss (Quelle: Sophie Mehner)
Spitzboden (Quelle: Sophie Mehner)
Spitzboden (Quelle: Sophie Mehner)
Rathaus Burgkunstadt (Quelle: Architekturbüro Huth)
Rathaus Burgkunstadt (Quelle: Architekturbüro Huth)
Postkarte Burgkunstadt (Quelle: Architekturbüro Huth)
Postkarte Burgkunstadt (Quelle: Architekturbüro Huth)
Holzalterdatierung (Quelle:Architekturbüro Huth)
Holzalterdatierung (Quelle:Architekturbüro Huth)
Holzalterdatierung (Quelle:Architekturbüro Huth)
Holzalterdatierung (Quelle:Architekturbüro Huth)
Schäden an Schnitzereien (Quelle:Architekturbüro Huth)
Schäden an Schnitzereien (Quelle:Architekturbüro Huth)
Schäden am Fachwerk (Quelle:Architekturbüro Huth)
Schäden am Fachwerk (Quelle:Architekturbüro Huth)
Schäden am Fachwerk (Quelle:Architekturbüro Huth)
Schäden am Fachwerk (Quelle:Architekturbüro Huth)
Bestandsfenster (Quelle:Architekturbüro Huth)
Bestandsfenster (Quelle:Architekturbüro Huth)
Schäden am Dachreiter (Quelle:Architekturbüro Huth)
Schäden am Dachreiter (Quelle:Architekturbüro Huth)

RENOVIERUNGS-PROZESS

Architektur

BESCHREIBUNG

Das Rathaus in Burgkunstadt besitzt einen für sein Alter typischen Aufbau. Die Grundstruktur der mittelalterlichen Rathäuser basierte meist auf einem langgestreckten Rechteckbau mit Satteldach. Sie standen frei am Marktplatz und erstreckten sich über zwei bis drei Stockwerke. Wie damals üblich, nahmen dabei die Markthalle (heute: Eingangshalle) und der Sitzungssaal jeweils ein ganzes Geschoss ein. Im burgkunstädter Rathaus befinden sich sowohl die Eingangshalle im EG, als auch der Sitzungssaal im 1.OG in dem massiven Sandsteinsockel. Ein Teil der Verwaltungsräumlichkeiten des Rathauses, wie zum Beispiel das Bürgermeisterbüro, findet man im Fachwerkaufbau des 2. Obergeschosses. Weitere Büroräume der Verwaltung haben im Anbau Platz. Das gesamte Gebäude zeichnet sich besonders durch sein imposantes Schmuckfachwerk auf der Ostseite und der Schiefervertäfelung auf der Westseite aus.
Städtebaulicher Kontext
Das Rathaus liegt zentral in der denkmalgeschützten Oberstadt von Burgkunstadt. Eine direkte Nachbarschaft besteht zur Regens-Wagner-Stiftung Dillingen Josefheim. Zusammen mit den Marktplatzgebäuden steht das Rathaus unter Ensembleschutz.

DENKMALWERT

ERHALTENSWERTE ELEMENTE
Vom Marktplatz aus sticht zuerst die 1689/90 von Zimmermann Jörg Hoffmann erstellte Fachwerkfassade ins Auge. Das mit detaillierter Holzschnitzkunst gestaltete Fachwerkgeschoss ist auf einem massiven Mauerwerkssockel errichtet. Dieser stammt aus dem frühen Mittelalter und wurde bereits 1059 als Sitz des Grafenamts erwähnt. Im Untergeschoss besitzt das Rathaus einen rundbogigen Zugang zum tonnengewölbten Keller. In seiner bisherigen Lebenszeit hat das Gebäude schon einige Nutzungen beherbergt. Zum Beispiel fungierte es als Sitz des Grafen (1059), als Sitz des Kastellans und schließlich war auch ein Brauhaus mit Schankraum im Gewölbekeller (1462) untergebracht. Seit 1689 ist schlussendlich das Rathaus von Burgkuntstadt dort ansässig.
Denkmalwert und wie er bestimmt wurde
Das komplette Rathaus steht unter Denkmalschutz. Da die Schmuckfachwerkfassade für Burgkunstadt identitätsstiftend ist und sie auch von einem in Franken berühmten Baumeister stammt, gilt sie als besonders schützenswert. Dagegen steht der Mauerwerksockel vor allem aufgrund seines Alters unter Denkmalschutz.

Erhaltungszustand

Erhaltungszustand der Gebäudehülle
Nachdem das Rathaus bereits 1978-1980 grundlegend saniert wurde, stellte man bereits im Jahr 2000 fest, das teilweise die Ausfachungen des Fachwerks locker waren. Daraufhin führte man ausführliche Untersuchungen durch. Das Ergebnis war erschreckend. Da teils falsche Materialien bei der ersten Sanierung verwendet wurden, wie zum Beispiel Ziegel zur Ausfachung, sowie nicht diffusionsoffene Anstriche und Putze, kam es vor allem am Fachwerk und dem Dach zu Feuchte- und Fäulnisschäden. Zudem wurden teilweise die Anschlüsse der Decken und des Dachs mangelhaft ausgeführt, sodass es zu einer Verminderung der Aussteifung kam. Außerdem stellte man bei den Untersuchungen eine Schadstoffbelastung in den Holzbauteilen fest, die vor allem im Anbau so drastisch waren, dass dieser komplett abgerissen und erneuert werden musste. Problematisch war auch die nicht vorhandene Luftdichtigkeit, was zur Folge hatte, dass bei Regen die Feuchtigkeit bis in die Räume gelangen konnte. Im Winter kam es aufgrund von Zugluft in den Räumen zum Teil auf Raumtemperaturen von 15°C.
Haustechnische Anlagen vor Sanierung
Das Rathaus wurde mithilfe einer Elektro-Speicherheizung beheizt. Die einzelnen Räume waren mit Radiator-Heizkörpern ausgestattet und die Eingangshalle besaß eine Fußbodenheizung. Aufgrund des hohen Fußbodenaufbaus war diese jedoch sehr träge. Eine Lüftungsanlage war nicht vorhanden.

Ziel der Sanierung

Renovation
Das vorrangige Ziel der Sanierung war, die bereits entstandenen Schäden zu beheben, um die Räumlichkeiten wieder nutzbar zu machen, und mit geeigneten Maßnahmen so zu sanieren, dass zukünftig keine weiteren Schäden entstehen konnten. Ein besonderes Augenmerk lag zudem auf dem Erhalt der Schmuckfachwerkfassade.
Gewonnen Erkenntnisse / besondere Erfahrungen
Es gab keine spezielle Erfahrung, da der Renovierungsprozess an sich eine besondere Erfahrung war. Jede Altbausanierung bringt seine eigenen Herausforderungen mit sich, die sich teilweise erst auf der Baustelle ergeben. So wurde zum Beipsiel beim Rathaus Burgkunstadt trotz ausführlicher Voruntersuchung während der Bauphase eine erhebliche Schadstoffbelastung festgestellt, was die vollständige Entkernung der Decken zur Folge hatte.
Beteiligte Akteure
Öffentliche Hand
Stadt Burgkunstadt
Vogtei 5, 96224 Burgkunstadt
rathaus@burgkunstadt.de
Tel.09572 / 388 0
Forschung und Entwicklung
Hofmann Erhalten & Gestalten
Bergstr. 4, 96167 Königsfeld
info@hofmann-erhalten-gestalten.com
Tel.09207 / 9500
Architekt
Architekturbüro Huth
Dr.-Baur-Siedlung 6a, 96224 Burgkunstadt
info@architektbuero-huth.de
Tel.09572 / 79 00 83
Berater Denkmalpflege
Bayr. Landesamt für Denkmalpflege
Schloss Seehof 1, 96117 Memmelsdorf
DST_Seehof@blfd.bayern.de
Tel.0951 / 4095 0
Statiker
Ingenieurbüro Burges + Döhring
Schlehenbergstr. 1, 95448 Bayreuth
info-bt@bdingenieure.de
Tel.09209 / 982 0
Haustechniker
Ingenieurbüro Reichenbach & Henkel
Tiefe Gasse 28, 96224 Burgkunstadt - Kirchlein
info@rh-ing.de
Tel.09572 / 3818 0
Andere
Institut für Gebäudeanalyse (Bauphysik)
München
Andere
Restaurator Norbert Lenk
Langfeldstraße 23, 91077 Neunkirchen am Brand
n.lenk@t-online.de
Tel.09134 / 909012
Eingesetzte Software/Berechnungstools
Folgte die Sanierung einer spezifischen Methode? Nein
Energiebilanz Der Energieberater 5.10 - Hottgenroth Software

SANIERUNGS-LÖSUNGEN

Außenwände

Fachwerkfassade 2.OG

Massives Mauerwerk EG und 1.OG

Fachwerkfassade 2.OG

Im Zuge der Sanierung wurde die bisherige Ausfachung komplett rückgebaut. Anschließend wurde die Fachwerkkonstruktion wieder Instand gesetzt. Die neue Ausfachung wurde mit speziellen Leichtlehmsteinen der Firma Claytec ausgemauert. Zudem wurden zur Verbesserung der Dämmleistung innenliegende Leichtlehm-Dämmplatten installiert. Die Wandtemperierung gelingt heute mittels einer in Lehmputz gebetteten Wandheizung. Die Holzschnitzereien wurden denkmalgerecht repariert, indem sie mit einer speziellen Holzrisspaste der Firma Caparol verfüllt wurden. Anschließend wurden alle Holzelemente mit einer Leinölfarbe gestrichen.

Während der Sanierung 1970 hatte man sich für eine Farbgebung in Brauntönen entschieden. Da die nicht-diffusionsoffene Lackierung jedoch einige Schäden verursacht hatte, wurde sie im Zuge der aktuellen Sanierung komplett entfernt. In enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz konnte nach ausführlicher Recherche und Untersuchungen am Gebäude der ursprüngliche Farbton, der von Jörg Hoffmann angebracht wurde, ermittelt werden.

U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K]: 0,77 W/m²K
Mehr Details
Aufbau Bestandswand
:
0 mm
Aufbau sanierte Wand
Plaster - Oberputz (Lehmglätte):
3mm
Plaster - Lehmputz mit Gewebe (zweilagig):
10 mm
Plaster - Grundputz (Lehm):
20 mm
Brick - Leichtlehmsteine mit Blähglas:
55 mm
Other - Leichtlehmmasse:
70 mm
Brick - Lehmsteine:
115 mm
Render - Putzmörtel (Kalk):
20 mm
Massives Mauerwerk EG und 1.OG

Um die Statik des massiven Sockelgeschosses zu verbessern vernadelte und verpresste man die betroffenen Bauteile. Zudem wurden die Geschossdecken statisch eingebunden. Energetische Maßnahmen wurden an den Mauerwerkswänden jedoch nicht durchgeführt. Da das Gebäude in verschiedene Temperaturzonen unterteilt wurde und das Erdgschoss nur niedrig temperiert ist, halten sich die Temeraturverluste aufgrund des schlechten U-Wertes der Wand aber in Grenzen. Die Einsparung konnte jedoch in den standardisierten Berechungen nach der EneV nicht berücksichtigt werden, weswegen im Nachweis die Verluste im EG relativ hoch ausfallen. Geht man allerdings davon aus, dass dort nur eine Soll-Temperatur von 16° erreicht wird, würden die Verluste ca. 70% geringer sein.

U-Wert (vor Sanierung) [W/m2K]: 1,56 W/m²K U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K]: 1,56 W/m²K
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Aufbau Bestandswand
Plaster - Putzmörtel (Kalk):
15 mm
Stone - Sandsteinmauerwerk:
1000 mm
Render - Putzmörtel (Kalk):
20 mm
Aufbau sanierte Wand
Plaster - Putzmörtel (Kalk):
15mm
Stone - Sandsteinmauerwerk:
1000 mm
Render - Putzmörtel (Kalk):
20 mm
:
0 mm


Fenster

Kastenfenster

Kastenfenster

Die vorhandenen Kastenfenster tauschte man im Sanierungsprozess komplett aus. Zudem wurden sie mit einem Sonnenschutz ausgestattet.

Aus energetischer Sicht sollte eine Isolierverglasung eingebaut werden, wobei das nicht mit den Richtlinien des Denkmalamts übereinstimmte. Deshalb wurde bei den Isolierglasfenstern an den außenliegenden Scheiben auf ein klassisches Ziehglas der Firma Schott zurückgegriffen. Dieses zeichnet sich durch seine unebene Oberfläche aus, die durch das Verwenden des Fourcaultverfahrens im Herstellungsprozess entsteht. Damit konnte das ursprüngliche Erscheinungsbild der Fassade beibehaltet werden.

Bestandsfenster U-Wert Glas [W/m2K]: 3,0 Neues Fenster U-Wert Glas [W/m2K]: 1,3 Bestandsfenster U-Wert Rahmen [W/m2K]: 0,0 Neues Fenster U-Wert Rahmen [W/m2K]: 0,0
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Fenstertyp Bestand Box-type window
Verglasungsart Bestand Single
Verschattung Bestand NA
Ungefähres Einbaujahr 1979
Neuer Fenstertyp Casement window
Verglasungsart des neuen Fensters Double
Verschattung des neuen Fensters Inner shutter
Neuer Energiedurchlassgrad g [-] 62,2

Weitere Maßnahmen

DACH

ERDGESCHOSS

SONSTIGES

MASSNAHMEN UM DIE LUFTDICHTIGKEIT ZU VERBESSERN

DACH

Aufgrund der vorhandenen Schäden und der fehlenden statischen Stabilität am Dach, wurden die beschädigten Bauteile entfernt und ergänzt bzw. komplett ersetzt. Des Weiteren verstärkte man die Anschlüsse zwischen Dach und Wand, um das Tragwerk wieder ausreichend auszusteifen. Energetische Maßnahmen wurden am Dachstuhl jedoch nicht durchgeführt. Somit bildet die neue Decke über dem 2.OG den oberen Abschluss der thermischen Hülle. Da das Dachgeschoss nicht genutzt wird, konnte hier der Bodenaufbau durchlüftet ausgeführt werden, um Feuchteschäden zu verhindern.

Wegen der Schadstoffbelastung hat man die Decken größtenteils rückgebaut und durch neue Konstruktionen ersetzt. Für den Denkmalschutz wichtige Elemente, wie zum Beispiel die Bohlen der Bohlendecke und die Sichtschalung wurden beibehalten. Diese Bauteile versah man nach der Reinigung mit einem besonderen Anstrich, der die Schadstoffe einschließt, sonst aber dampfdurchlässig bleibt. Allgemein hat man sich bei den konstruktiven Eingriffen sehr viel Mühe gegeben, so viel wie möglich vom historischen Bestand zu erhalten.

U-Wert (nach Sanierung) [W/m2K] 0,22
Mehr Details
Aufbau Bestandsdach
Aufbau saniertes Dach
Other - Dielung:
28 mm
Other - ruhende Luftschicht mit Konterlattung:
60 mm
Other - Mineralfaserdämmung:
120 mm
Other - BFU-Platte:
35 mm
Other - Dämmschüttung:
80 mm
Other - Dampfbremse:
2 mm
Other - Konstruktionsholz:
45 mm
ERDGESCHOSS

Der Fußbodenaufbau wurde beibehalten. Da die vorhandene Fußbodenheizung aber aufgrund des hohen Bodenaufbaus sehr träge war, wurde die Eingangshalle durch eine Sockelheizung ergänzt.

-

Mehr Details
Aufbau Boden/Kellerdecke im Bestand
Aufbau Boden/Kellerdecke nach Sanierung
SONSTIGES

Eine weitere energetische Maßnahme war die Differenzierung des Gebäudes in seine unterschiedlichen Nutzungszonen. So wurden die einzelnen Teilbereiche, wie Eingangshalle, Sitzungssaal und Verwaltungsräume in verschiedene Temperaturzonen eingeteilt. Mittels dieser Einteilung wurden dann entsprechende, energetische Maßnahmen entwickelt.

So konnten ungenutzte Bereiche, wie der Dachstuhl und der Gewölbekeller, in seiner ursprünglichen Form erhalten bleiben.

MASSNAHMEN UM DIE LUFTDICHTIGKEIT ZU VERBESSERN

Um für eine bessere Luftdichtheit zu sorgen, wurden alle neuen Konstruktionen luftdicht ausgeführt und entsprechende Stöße abgedichtet. Die Anschlüsse wurden mit Dichtungsbändern versiegelt.

Airtightness (pre-intervention) [ach@50Pa] 0 Airtightness (post-intervention) [ach@50Pa] 0

HVAC

HEIZUNG

LÜFTUNG

BRAUCHWARMWASSER

HEIZUNG

Vor der Sanierung wurde das Rathaus mit einer Elektro-Speicherheizung versorgt. Diese ersetzte man mit zwei neuen Gas-Brennwertkessel. Diese beheizen sowohl den historischen Altbau, als auch den neuen Anbau. Die Heizungsanlage befindet sich zusammen mit der Lüftungsanlage im Technikraum im 1. Dachgeschoss.

-

Mehr Details
Heizungssystem nach Sanierung
Art der Heizung Condensing
Brennstoff Gas
Wärmeverteilung Radiating wall
Nennleistung 45 kW
LÜFTUNG

Durch die Sanierung erhielt das Rathaus eine Lüftungsanlage, die die Verwaltungsräumlichkeiten im 2.OG versorgt.

-

Mehr Details
Aufbau Bestandsdach Neues Lüftungssystem
Lüftungstyp Centralized
Type flow regime
Wärmerückgewinnung Ja
Feuchterückgewinnung
Nennleistung kW
Elektrische Leistung kW
Regelung
BRAUCHWARMWASSER

Die Warmwassererzeugung erfolgt über dezentrale Durchlauferhitzer.

-

Mehr Details
Brauchwarmwasserbereitung nach Sanierung
Typ decentral boiler
Brauchwasserspeicher Nein
Wärmerückgewinnung aus Brauchwasser Nein

Energieeffizienz

Energieeffizienz
Energieausweis Es liegt ein Energieeinsparnachweis nach EnEV 2004 aus dem Jahr 2008 vor.
Freiwillige Zertifikate Nein
Energievrabrauch
Heizung
Primärenergie 112,5 kWh/m2.y
Energieverbrauch nach Sanierung 51,222 kWh/y

Primärenergie
Berechnungsmethode NA
Energieverbrauch incl Brauchwarmwasser Ja
Energieverbrauch nach Sanierung 112,5 kWh/m2.y

Kosten

Finanzielle Aspekte

Die Sanierung des Altbaus, sowie die Erichtung des Anbaus wurden mithilfe von verschiedenen Zuwendungen finanziert: Städtebauförderung: 200.000€ E-Fond (Denkmalpflege): 230.000€ Oberfrankenstiftung: 266.000€ Bayer. Landestiftung: 150.00€

Investitionskosten
Total investment costs
3 Mio. € (total)
Amount includes: Die Investitionskosten beinhalten sowohl die 1,8 Mio. € für die Sanierung des Altbaus, als auch die 1,2 Mio. € für den Neubau.
Betriebskosten
Lifecycle cost
Nein

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